Zusatzlinse – PIOL

Für Menschen mit einer höheren Fehlsichtigkeit und/oder einer dünnen Hornhaut stellen implantierbare Kontaktlinsen eine gute Alternative dar. Kurz- und Weitsichtigkeit und/oder eine Hornhautverkrümmung lassen sich mit diesem Verfahren mühelos behandeln. Alterssichtigkeit kann damit nicht behoben werden.

Eine phake Intraokulare Linse (PIOL) ist geeignet bei:

Kurzsichtigkeit ab ca. -3 dpt
Weitsichtigkeit ab ca. +3 dpt
Hornhautverkrümmung in Kombination mit Kurzsichtigkeit

piolGeeignet sind Patienten,

  • deren Dioptrienwerte mindestens ein Jahr lang unverändert blieben,
  • die das Mindestalter von 21 Jahren erreicht haben und an keinen weiteren Augenkrankheiten leiden,
  • deren Augen den geforderten anatomischen Voraussetzungen entsprechen.

Nicht geeignet sind Patienten,

  • die an chronischen Augenentzündungen oder Erkrankungen leiden,
  • die schwanger oder in der Stillzeit sind,
  • mit sehr eng angelegten Augen

Verfahren

Bei dieser Methode wird vor die körpereigene Linse eine zusätzliche Linse (PIOL) eingesetzt, um diese zu unterstützen. Dr. Landenberger verwendet im AOZ Tübingen Hinterkammerlinsen (bspw. Visan ICL®), die hinter der Iris platziert werden und damit von außen nicht zu sehen sind. Diese Linse besteht aus einem weichen Material, ist sehr fein gebaut und passt daher in den Raum zwischen körpereigener Linse und Regenbogenhaut. Je nach Wunsch oder Anlass kann diese Operation auch wieder rückgängig gemacht werden.

Normalerweise werden beide Augen im Abstand von ungefähr drei bis sieben Tagen behandelt. Für gewöhnlich führen wir die Operation unter einer lokalen Betäubung durch. Dadurch spüren Sie auch beim Eingriff keine Schmerzen.

Zu beachten:
Wir bitten Sie auf Kosmetikartikel wie Make-Up, Rasierwasser, Haarspray oder Parfum zu verzichten. Desweiteren sollten Sie beachten, dass Sie im Anschluss an die Operation nicht fahrtüchtig sind. Falls Sie also nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, empfehlen wir Ihnen, eine Begleitperson mitzubringen.

Die Operation                                                    

  1. In der ersten Phase setzt Dr. Landenberger am Hornhautrand einen kleinen Schnitt.
  2. Daraufhin wird die gefaltete Kunstlinse mithilfe eines besonderen Instruments in das Auge eingesetzt.
  3. Nach dem Einsetzen breitet sich die Kunstlinse aus und befestigt sich mit ihren kleinen Füßchen (Haptiken) im Auge. Die kleine Schnittöffnung am Hornhautrand verheilt von selbst und muss nicht genäht werden.

Erfahrungsgemäß verbessert sich die Sehkraft spürbar schon wenige Stunden nach der Operation. Es kann vorkommen, dass Sie in den ersten Wochen etwas empfindlich auf Licht reagieren.  Trotzdem können Sie schon nach ein paar Tagen wieder ganz ohne Sehhilfe am Alltag teilnehmen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.