Linsenimplantate gegen Fehlsichtigkeit

LinsenimplantatImmer mehr Brillen- und Kontaktlinsentäger/innen entscheiden sich für eine chirurgische Korrektur ihrer Sehschwäche. Moderne linsenchirurgische Verfahren setzen dort an, wo Laser-Methoden an ihre Grenzen stoßen.

  1. Für eine Augenlaser-Behandlung benötigen Sie eine ausreichende Hornhautdicke. Mit einer Kunstlinse können Fehlsichtigkeiten auch bei einer dünnen Hornhaut korrigiert werden.
  2. Hohe Fehlsichtigkeiten über -8 dpt und + 4 dpt können mit dem Laser nicht mehr behandelt werden, sehr wohl aber mit einer Linse.
  3. Eine phake Linse, die unterstützend zur natürlichen Augenlinse implantiert wird, kann jederzeit wieder explantiert werden.
  4. Eine Augenlaser-Behandlung kann keine Alterssichtigkeit (Leseschwäche) korrigieren. Eine Kunstlinse, die statt der natürlichen Linse (Clear Lens Exchange) eingesetzt wird, kann auch diese, ab dem 45. Lebensjahr auftretende Sehschwäche korrigieren. Eine Lese- oder Gleitsichtbrille ist dann meist überflüssig.

Ob Sie für eine implantierte Kontaktlinse (phake intraokulare Linse, PIOL) oder einen refraktiven Linsentausch (RLA, oder auch Clear Lens Exchange genannt) in Frage kommt, ist abhängig von Ihrem Sehfehler, Lebensalter und Ihren Lebensgewohnheiten. So kann  beispielsweise die Alterssichtigkeit bei Menschen ab 45 Jahren nicht mehr mit einer zusätzlichen (phaken) Linse behoben werden. Allerdings mit einem refraktiven Linsenaustausch, bei dem sogenannte Multifokallinsen (bifokal oder trifokal) die körpereigene Linse ersetzen, kann die Alterssichtigkeit sehr gut behandelt werden. Damit Sie die einzelnen Verfahren näher kennen lernen, haben wir Ihnen auf den folgenden Seiten die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.